Diesen Donnerstag ist welike.com, eine Recommendation-Plattform für Musik, Film und Buch, in die Closed Beta gestartet. Wer auch gerne schon vor dem offiziellen Start im kommenden Jahr einen Blick auf welike.com werfen will, kann sich für einen Trip nach Beta Island registrieren. Informationen zum Stand des Projektes gibt es im welike.com-Blog und bei Twitter.
welike.com führt User mit ähnlichen Interessen zusammen und geht dabei – im Gegensatz zu bestehenden Plattformen – über die Grenzen einzelner Produktgruppen hinweg. Last.fm beispielsweise beschränkt sich auf Musik, während sich shelfari an Leseratten richtet. Bei welike.com gibt es diese Grenze nicht, und darüber hinaus können Mitglieder Dank einer Kooperation mit Simfy auch gleich die empfohlenen Interpreten anhören oder sich Playlisten zusammen stellen.
Hinter welike.com steht ein hamburger Start-Up, und ich gehöre auch mit zum Team, womit diese Schleichwerbung jetzt auch einen Disclaimer bekommen hat…
Am Freitag kommt das lange erwartete neue Album von den Kaiser Chiefs in den Handel, und schon heute kann man in den neuen Longplayer reinhören. Bei last.fm gibt es das neue Album als Stream in voller Länge.
Da hätte ich mir mein Posting gestern sparen können. Spotify ist soeben live gegangen und hat seine Beta-Tester per eMail informiert. Etwa zwei Jahre hat es gedauert, alles unter Dach und Fach zu bringen – vor allem die Verträge mit den Labels.
Es gibt jetzt bei Spotify drei verschiedene Tarife:
Free: Kostenlos und werbefinanziert
Day Pass: Werbefrei für 24 Stunden für 0,99 Euro
Premium: Werbefrei für einen Monat zu einem Preis von 9,99 Euro oder als Jahres-Abo für 99 Euro
Die ersten beiden Tarife sind leider aus lizenzrechtlichen Gründen in Deutschland nicht verfügbar. Na toll!
Aus meinem Beta-Tester-Account ist ein Free-Account geworden, der zumindest im Moment noch funktioniert und ohne Werbung auskommt. Nach dem Login kann ich sogar noch den Day Pass erwerben – fragt sich nur, wie lange das jetzt noch funktioniert.
Ich hoffe, dass auch noch mehr User diesen coolen Dienst in naher Zukunft nutzen können.
Die Gerüchte um einen baldigen Start von Spotify häufen sich. Auf keinen anderen Dienst bin ich im Moment so gespannt wie auf Spotify. Seit einigen Monaten nehme ich an der Closed Beta teil benutze den Client ziemlich regelmäßig. Könnte Spotify mit meinem AirTunes an der heimischen Stereoanlage sprechen, hätte ich iTunes wahrscheinlich schon von der Platte geputzt.
Nach dem Start von Spotify stellt sich der Client ähnlich wie iTunes dar. Der entscheidende Unterschied ist aber der, dass ich nicht die Musik auf meiner lokalen Festplatte oder innerhalb meines lokalen Netzwerkes höre, sondern remote auf einen wesentlich größeren Datenbestand zugreifen kann. Dabei gibt es bei Spotify eine enorm umfangreiche Bibliothek, die nicht nur international bekannte Künstler umfasst.
Habe ich passende Musik gefunden, kann ich diese in Playlisten speichern und jederzeit wieder hören. Die Qualität ist vom Feinsten, und man merkt eigentlich gar nicht, dass man gerade Musik in einem P2P-Netzwerk streamt. Der Grund, weshalb der Dienst noch nicht öffentlich gestartet ist, ist also offenbar weniger in der Technik als in rechtlichen Restriktionen zu sehen. Die Labels müssen ja auch sehen, dass sie profitieren – und das dauert verdammt lange.
Ich bin gespannt, wie Spotify diesen Dienst monetarisieren wird. Im Moment ist alles für Lau, doch in Zukunft wäre Werbefinanzierung ebenso denkbar wie eine Flatrate, mit der der Benutzer auch ohne Werbung die Musik genießen kann. Eine Mischung aus Spotify und Last.fm – damit ich auch ähnliche Musik empfohlen bekommen kann, würde das Ganze abrunden und praktisch zu einer Killerapplikation machen. Das funktioniert natürlich erst bei einer ausreichenden Nutzerbasis wirklich zuverlässig.
Spotify schreit nach einer API, um den Dienst in Websites und Portale einzubinden – ich bin gespannt!
Im August stehen wieder jede Menge Festivals an. Dafür gibt es keine nennenswerten Vorkommnisse in Bezug auf neue Releases zu verkünden. Die Festivals im Norden stellen dafür das letzte Jahr mit Links in den Schatten.
7. August, Skatoons im Stadtpark als Support für die mexikanische Ska-Formation Panteón Rococó – das lohnt sich schon alleine für die Skatoons, wer sie letztes Mal in der Fabrik gesehen hat, weiß wovon ich rede!
15. bis 17. August, Dockville Festival – mit Acts wie Fettes Brot, Tomte und Superpunk wird hier Einiges geboten. Allerdings schläft die Konkurrenz nicht in der Welthauptstadt des Beugelbuddelbeers…
14. bis 16. August, Dithmarscher Rockfestival in Marne – hier geht richtig die Post ab. Mal abgesehen davon, dass meine Lieblingsrocker vom Kiez wieder mit am Start sind, haben sich Acts wie 4Lyn, H-Blockx, My Baby Wants To Eat Your Pussy und Pohlmann. verpflichten lassen. Hoffentlich ist das Wetter dieses Jahr das genaue Gegenteil vom letzten Jahr, das war schlimmer als die Pest am Arsch!!!
22. bis 24. August, Deichbrand-Rockfestival in Cuxhaven (Hamburg Nord) – Das ist wohl DER Festival-Tipp für den Monat August. Mit Bands wie 4Lyn, Tomte, The Kilians, Donots, Die Happy, Turbostaat, Blackmail und Oomph! wird der Deich kaputt gerockt. Wem Cuxhaven zu weit weg ist, der fährt halt nach Pinneberg…
24. August, T-Mobile Extreme Playground in der Wasserski Arena Pinneberg – Pennywise, Mando Diao und Anti-Flag werden hier zwischen BMX- und Wakeboard-Freaks die Provinz zum Beben bringen. Wer im letzten Jahr schon The Hives und die Donots bei geilsten Wetter genossen hat, hat eine Idee, wie genial dieses Event wird – wenn das Wetter ein bisschen mitspielt.
Über fünf Jahre haben sich die Altherren der Metal-Branche Zeit gelassen, um mal wieder ein neues Album zu produzieren. Nach St. Anger, das den geneigten Hörer vor allem durch schrammeligen Krach und den gleichnamigen Song, der auf VIVA und MTV bis zum Erbrechen runtergeleiert wurde, verwöhnt hat, kommt nun das neue Metallica-Album Death Magnetic im September in den Plattenhandel.
Was mich aber weitaus mehr freut als ein neues Album der Metall-Opas, die ihren Zenit bereits überschritten haben, ist, dass es fünf Metallica-Coversongs zum kostenlosen Download gibt. Als erstes ist meine Lieblings-Newcomer-Band des letzten Jahres, die Kilians, mit dem Song Hero Of The Day an der Reihe. Ich habe keine Ahnung wer dieser Dinslaken ist, aber die Jungs rocken einfach!
Vor kurzem wurden wir gefragt, ob wir ein Stück von einer Band covern wollen. Ist ja zunächst mal weniger besonders als es sich jetzt anhört, aber OBACHT! Die Band, die gecovert wurde, heißt METALLICA und es war wohl auch an uns, der Altherrenriege Tribut zu zollen. Als Stück haben wir das wunderbare “Hero of the Day” ausgewählt. [...] Das Ganze nennt sich dann “The German Tribute To Metallica 2008″ und an diesem haben sich ein paar sehr tolle Künstler beteiligt.
Lange gab es bei justaloud.com kaum Musik, die mich zu einem Download motivieren konnte – nicht einmal die Tracks und Alben für lau konnten in irgendeiner Weise mein Interesse wecken. Seit einer guten Woche sind aber ein paar neue Deals dazu gekommen, was justaloud.com ein paar Tausend neue Tracks beschert hat. Unter anderem gibt es nun einige Alben von Jan Delay, Kettcar, Rantanplan, Tomte, Donots und 4LYN im Angebot.
Bei justaloud.com gehen 85% der Einnahmen direkt an die Künstler. Der Preis für einen Track startet bei 0€ und erhöht sich mit jedem Download auf maximal 0,99€. So konnte ich für rund 5€ Alben von 4LYN, den Beatsteaks, Frau Doktor, Tomte, Kettcar, Rantanplan, Skaos, No Sports, Spermbirds, Steakknife, The Toasters und von Lotto King Karl klarmachen. Da gerade die Alben aus dem Hause Grand Hotel Van Cleef sehr gut anzukommen scheinen, klettern die Preise ziemlich fix nach Oben.
Coole Sache, Jungs. Noch ein paar mehr solche Bands und Deals, und bei justaloud.com geht richtig die Post ab!
Eine leider fast alltägliche Tragödie spielt sich derzeit mit dem Molotow ab. Ein kleiner hamburger Club kämpft um sein Überleben oder hat bereits aufgegeben. Wie Marco berichtet, hat Andi Schmidt den Mietvertrag des Molotows zum Ende des Jahres gekündigt und will den Laden nun dicht machen.
Grund für das Aussterben der kleinen Clubs ist vor allem, dass die Kosten für ein Konzert bei den kleinen Clubs fast die gleichen sind wie bei einem großen. Licht, Ton, Bühne, Wasser, Strom, Miete, Hotels und Reisekosten, Gagen etc. – das alles will bezahlt sein. Müssen dann die Einnahmen von den 200 Konzertbesuchern und deren Konsum an Getränken die Zeche begleichen, so wird es eng.
Das Molotow ist in einer grotesken Situation. Trotz gleichbleibend guter Besucherzahlen bei Konzerten bleibt immer weniger Geld übrig. [...] Mir war immer klar, dass man mit einem Laden wie dem Molotow kein Geld verdient, so etwas macht man aus Spaß und Idealismus. Das wissen auch meine Mitarbeiter, sonst würden sie sich nicht für relativ wenig Geld derart hart und engagiert arbeiten. Problematisch wird es, wenn man Geld verliert. Und dieses Problem ist leider so groß geworden, dass sich das Molotow ohne fremde Hilfe nicht mehr finanzieren lässt.
Nach 18 Jahren ist es mir mehr als schwer gefallen die Kündigung des Mietvertrages in den Briefkasten zu werfen. Es ist nicht nur die Trauer um mein “Baby”, sondern auch die Trauer um ein ehemals blühendes, international berühmtes Szeneviertel, um das uns die ganze Welt beneidet. Es ist überall unter den Namen “Reeperbahn” bzw. “St. Pauli” bekannt und diese beiden Namen kennt man im Ausland sogar eher als den Namen unserer Stadt selbst. [...] Dies wird solange weitergehen bis die Reeperbahn wie irgendeine beliebige Hauptstraße aussieht, wie es sie in jedem Viertel in jeder Stadt gibt.
- Andi Schmidt, Inhaber und Betrieber vom Molotow
Aus diesem Grund wurde die Aktion Rettet das Molotow ins Leben gerufen. Mein Optimismus hält sich ein wenig in Grenzen, doch fest steht, dass Hamburg – wie jede andere Stadt – diese kleinen Szene-Schuppen braucht. Fernab vom Mainstream kann man in den kleinen Clubs Bands sehen, die eben noch nicht so bekannt sind und kein Stadion voll bekommen.
Schon im letzten Sommer haben die Jungs mit dem iPhone Südholstein mit Acts wie den Donots, den Ohrbooten und den Hives zum Kochen gebracht. Die Mischung aus Extremsport und fetten Sounds hat gepasst wie Arsch auf Eimer – das Bombenwetter hat ebenfalls einen nicht unbedeutenden Beitrag dazu geleistet, dass dieses Event zu einem so großen Erfolg geworden ist.
Der Mobilfunker T-Mobile lässt sich aber nicht lumpen und setzt dieses Jahr noch ordentlich einen drauf: Mando Diao (Schweden), Pennywise (USA) und ein weiterer Act sind bereits angekündigt und werden in der Wasserski Arena Pinneberg am 24. August die Verstärker krachen lassen. Die Tatsache, dass es im Pressebereich der Website Fotos von Anti-Flag zum Downloaden gibt, könnte bereits auf den dritten Act hindeuten…
Die US-Band Pennywise hat ja vor kurzem ihr aktuelles Album Reason To Believe für lau über MySpace verbreitet. Ein nettes Teil, vielleicht weil es mich an No Fun At All erinnert?
Tickets kosten gemäßigte 19 Euro, das 5-Freunde-Ticket gibt es schon für 76 Euro. Auch die An- und Abreise mit dem HVV ist auch schon im Preis enthalten. Mehr in Kürze!
Selten hat mich ein Album so polarisiert wie das Debüt-Album der Hamburger Band Herrenmagazin, das morgen in die Plattenläden kommt.
Einerseits ist Atzelgift gar nichts Besonderes: Eine nette Klangtapete, die sauber gespielt im Hintergrund rumplänkelt und beliebig austauschbar wäre. Wirklich nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Darüber Texte, die mich nicht wirklich tangieren. Es ist sicher nicht so schlimm wie Kettcar, Tocotronic oder Rantanplan, wo ich mich überhaupt nicht angesprochen fühlen mag. Aber eben auch nicht besonders eingängig. Irgendwie unmotiviert.
Normalerweise fliegt so ein Album bei mir nach maximal einem Durchlauf in die Ecke, wie auch bei den aktuellen Scheiben der letzt genannten Bands. Hier ist es aber offenbar anders, denn mein iPod meint, ich hätte die Platte schon 12mal gehört. So richtig loslassen will mich das Album also trotzdem nicht.
Den Song Lnbrg gibt es zur Feier des Tages vom Label und der Band kostenlos in einer Akustikversion zum Download. Wer die Jungs mal live sehen möchte, um sich persönlich ein Bild zu machen, der hat in den nächsten Monaten Gelegenheit dazu. Fast flächendeckend wird das Land beschallt.
19.09.2008 Lingen / Pferdemarkt Festival
20.09.2008 Wuppertal / LCB
23.09.2008 Frankfurt / Club Keller
24.09.2008 Siegen / Vortex
25.09.2008 Oberhausen / Drucklufthaus
26.09.2008 Hannover / Kulturpalast
27.09.2008 Hamburg / Reeperbahn Festival
01.10.2008 Jena / Rosenkeller
02.10.2008 Leipzig / Moritzbastei
03.10.2008 Bielefeld / Forum
04.10.2008 Köln / Werkstatt
06.10.2008 Konstanz / Kulturladen
07.10.2008 München / 59 to 1
08.10.2008 Berlin / VISIONS @ Popkomm
10.10.2008 Darmstadt / Schlosskeller
11.10.2008 Kaiserslautern / Kammgarn
22.10.2008 Münster / Gleis 22
23.10.2008 Giessen / Muk
25.10.2008 Stuttgart / Schocken – MotorFM Club
31.01.2009 Leer / JuZ
Da mich das Album nicht wirklich vom Hocker haut aber trotzdem nicht loslässt, gibt es einen Stern für lau dazu.